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The Blues-Line-Library

efficient blues licks (not only) for the acoustic guitar player in all positions
applicable for all instruments + vocals

by Ro Gebhardt

Ro_Gebhardzum Dozenten: Studium Jazz-Gitarre am Berklee College of Music in Boston/USA als Stipendiat mit exzellenten Leistungen. Arrangement- und Kompositionsstudium/ Jazz an der Hochschule für Musik, Köln. Abschluss mit summa cum laude. Verleihung des Stephen D. Holland Award für besondere künstlerische Leistungen in Boston/USA.

Finalist beim Concours de Jazz de la Défense, Paris.

Gast-Dozent an verschiedensten Institutionen: Hochschule für Musik und darstellende Kunst Nürnberg, Jazz & Rockschule Freiburg, Hochschule für Musik und darst. Kunst Köln, Hochschule für Musik und darstellende Kunst Saarbrücken, Johannes-Gutenberg Universität Mainz/ Abteilung Musik, Jazz-Workshop Cottbus, Sulzbacher Jazz-Workshop, Trierer Jazz- Workshop, saarländischer Jazz- Workout, Kaiserslauterner Big-Band-Meeting, Aalener Jazzfest, Harbor Conservatory for the Performing Arts/NYC, Musikhochschule „ Franz Liszt“ Weimar, Universität des Saarlandes/ Collegium Musicale, etc.

Dieser Workshop ist aufgrund vielfältiger und beständiger Nachfrage gerade von Gitarristen entstanden, die vorwiegend auf der akustischen Gitarre zuhause sind. Ein wichtiger Grund dafür sind wohl auch folgende Tatsachen:
Im Bereich „bluesy playing“ sollte man natürlich imstande sein sowohl die Moll- Pentatonik und Moll- Blues- Scale als auch die Dur- Pentatonik und Dur-Blues-Scale in den 5 gängigsten Lagen auf dem Griffbrett hoch und runter spielen zu können. Auch einfach der Orientierung wegen.

Blueslicks_abb1

Das ganze am besten noch unter der Prämisse zu wissen, welche Töne man gerade spielt. Natürlich sollte man auch, wie bei allen gängigen Scales, diese Scales in Patterns und Sequenzen strukturieren und üben.

Blueslicks_abb2

Dennoch ist, wie bei fast keiner anderen Thematik, im diesem Bereich das Handling von kurzen, einprägsamen Melodien, die oft auch gesanglichen Charakter haben können von entscheidender Bedeutung für die Qualität solistischer Single-Note-Arbeit. Ich meine mit diesen kleinen „Hook-Lines“ die kleinen Melodiefragmente, die man landläufig als LICKS bezeichnet. Fortgeschrittene Spieler verfügen in der Regel über ein großes Repertoire an Licks. Es gibt sogar fortgeschrittene Spieler, die über ein relativ kleines Repertoire an Licks verfügen und dennoch unglaublich bekannt sind. Nichtsdestotrotz kann einem ein Repertoire an Licks und vor allem der professionelle Umgang mit ihnen zu einem sehr gut klingenden Solisten machen. Mit professionell meine ich dabei u.a.

  • sauberes Timing
  • guter Sound
  • korrekte Handhabung von Dur- und Moll-Blues-Phrasen
  • gute Phrasierung
  • angemessene Technik, um die Licks auch in schnelleren Tempi performen zu können.

Dazu kommt folgende Einschränkung: Gerade für den Gitarristen der auf der Nylon-Gitarre spielt, den Akustiker auf der Stahlsaitengitarre und auch den Jazzer mit dicken Flatwounds stellt sich dabei die Problematik, dass viele Licks „auf dem Markt“ für Gitarren mit relativ dünnen Saiten konzipiert sind. Licks mit massiven Bendings, Hammer-ons und Pull-offs, Tappings sind nicht auf allen Gitarren ausführbar. Dieser Workshop stellt deshalb Licks vor, die gut klingen und dennoch auf diese Techniken größtenteils verzichten.

Licks zu spielen ist nicht unbedingt verpönt. Verpönt ist, sich selbst und sein Publikum mit ständiger Wiederholung gleichen Materials zu langweilen. Aber dagegen gibt es Mittel: man kann schließlich jeden Lick variieren, verlängern, verkürzen, die Rhythmik ändern, fragmentieren und, und, und. Auch im Bereich Lick-playing sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!!!!!!!!!! und natürlich kann man sein Repertoire ständig erweitern.

Zum Thema Lagen ist zu sagen, dass jede Lage ihre speziellen Licks hat, die in ihr gut ausführbar sind. Einige Licks lassen sich auch problemlos in 2 bis 3 verschiedenen Lagen auf jeweils benachbarten Saitenpaaren spielen.

Was viele immer noch nicht wissen: über durige Kadenzen oder durige Akkorde kann man sowohl durige als auch mollige Phrasen auf oft kleinsten Raum miteinander kombinieren. Auch diese Tatsache wird in diesen Workshop berücksichtigt. Über mollige Kadenzen oder mollige Akkorde geht das nicht. Hier kann man aber durch Einbeziehung der None und Sexte als zusätzliche Töne zusätzliche Farben schaffen. Näheres dazu später.

Natürlich gibt es Grooves bei denen der eine Lick (besser) passt. Der andere nicht. Prinzipiell sollte man imstande sein, einen Lick in binärer 8-tel Quantisierung , Shuffle 8- tel Quantisierung ( ternär) und 16- tel Quantisierung (Funk, Latin) zum klingen bringen zu können. Auch der Umgang mit dieser Thematik ist in diesem Workshop berücksichtigt.

Die Licksammlung ist tonal in G gehalten und ist untergliedert in Licks, die man über

a) -dorische G-Moll-Akkorde spielen kann ( also Licks in denen auch mal unter anderem die große Sexte vorkommen kann. Die große Sexte erzeugt einen hellen, klaren Klang. Auch die Anreicherung der Licks mit der warm klingenden None ist möglich und üblich)

b) - äolische G-Moll-Akkorde spielen kann ( also Licks in denen auch mal unter anderem die kleine Sexte vorkommen kann. Diese klingt eher melancholisch im Verhältnis zur großen Sexte. Auch hier ist die Anreicherung der Licks mit der None möglich und üblich)

c) - mixolydische Dominant-Sept-Akkorde spielen kann ( also Licks in denen auch mal unter anderem die kleine Terz, die große Terz, die verminderte Quinte, die große Sexte und auch die kleine Septime vorkommen kann)

d) -ionische Major-Sept-Akkorde spielen kann, wobei das benutzbare Tonmaterial mit dem Tonmaterial, das bei Dominant-Sept-Akkorden verwand wird, weitgehend identisch ist.

Natürlich werden Licks nicht nur über statische, modale Akkorde gespielt sondern auch über die Formen kompletter Songs oder Songteile wie z.B. Vers oder Refrain von Stücken und natürlich auch über die 12-taktigen Blues-Formen in Dur- oder Moll. Dabei gilt für den bluesorientierten Solisten meist, dass man einen bestimmten Lick einfach über die ganze Form spielen kann solange diese weitgehend diatonisch ist. Es gibt aber ein paar Ecken und Kanten zu bedenken:

Da wären:

- der Subdominant-Akkord in einem G-Moll-Blues (C-) hat als kleine Terz ein es. Die Konsequenz ist, das ein G-Moll-Blueslick in dem eine große Sexte enthalten ist ( e) während der Subdominante nicht klingen wird. Man müsste entweder auf den Lick verzichten oder aber den fraglichen Ton e abändern zu einem es- was aber nicht unbedingt gut klingen muss. Das muss man ausprobieren.

Oder

- der Subdominantakkord in einem G-Dur-Blues (C7) hat als kleine Septime ein bb. Die Konsequenz ist, das ein G-Dur-Blueslick in dem eine große Terz enthalten ist ( b), während der Subdominante nicht klingen wird. Auch hier müsste man entweder auf den Lick verzichten oder aber den fraglichen ton b abändern zu einem bb . Das klingt meist gut. Sehr gut sogar.

Oder

- der Dominantakkord in einem G-Moll-oder G-Dur-Blues (D7) hat als große Terz ein f#. Die Konsequenz ist, das ein G-Moll-Blueslick oder G-Dur-Blueslick, in dem ja meist der Grundton g enthalten ist, mit Vorsicht zu genießen ist, während der Dominantakkord klingt. Man wird den Lick zwar spielen können, sollte aber bedenken, dass das g mit dem f# stark clashen kann und sollte somit den Ton g als Halteton vermeiden. Manche Spieler gehen sogar hin und transponieren den Lick an dieser Stelle der Kadenz. Sie verschieben ihn von G im Quintverhältnis nach D.

Grob gesagt:

Etwas Bildung im bereich Harmonielehre und Melodik kann nicht nur nicht schaden sondern sollte auch beim bluesy Playing vorhanden sein und auch in die Spielerei einfließen. Es ist immer von immenser Bedeutung über welchen Akkord man gerade spielt und welches die wichtigsten Töne dieses Akkordes sind!

Und los geht’s:

Im Appendix A sind zunächst je 10 Licks für Moll-Akkorde in jeder der 5 gängigen Lagen. Groove: Shuffle/Swing

  • II./III. Lage: Blatt 1 2 3 Midi   (Am besten Dateien “Speichern unter...)
  • V./VI. Lage: Blatt 1 2 3 Midi
  • VII./VIII. Lage: Blatt 1 2 3 Midi
  • X./XI. Lage: Blatt 1 2 3 Midi
  • XII./XIII. Lage: Blatt 1 2 3 Midi

Also insgesamt 50 Licks. Manche Licks sind absolut identisch in Bezug auf das Tonmaterial. Sie beginnen nur jeweils auf anderen Saiten und können durch die Unregelmäßigkeit der Stimmung der Gitarre ( Quartenstimmung mit Ausnahme g- zur b-Saite) ein leicht veränderten Fingersatz. Wer sich damit beschäftigen will: die meisten Licks sollte man eh in 3 Positionen parat haben, damit man den Range der Gitarre abdecken kann. Manche Licks bestehen ausschließlich aus pentatonischem Material , manche haben zusätzlich die blue Note und manche verfügen über kleine oder große Sexte und große None. Ein sehr effektiver Weg die Licks ins Ohr zu bekommen ist natürlich sie zu singen. Das mag am Anfang etwas mühsam sein aber mit der Zeit wird es selbstverständlich und schließlich wird ein Punkt erreicht sein, wo man die Licks in seinem inneren Ohr quasi vorhört und dann direkt auf`s Griffbrett bringt.

Bevor wir zum Thema „Licks mit durischen Tönen“ kommen, hier noch ein Beispiel dafür, wie man einen Lick weg vom Shuffle/Swing hin zum binären Groove transformieren.

Blueslicks_abb3

Es ist sehr wichtig, dass man dazu in der Lage ist irgendeinen Lick auf die Art und Weise im Griff zu haben. Was nutzt uns unser Lick-„Repertoire“ wenn wir es lediglich über eine Art von Groove anwenden können. Es mag zwar hin und wieder ein schöner Effekt sein über einen ternären Groove binär zu spielen und umgekehrt, es ist aber eben nur ein Effekt.

Auch sehr wichtig ist die Tatsache, dass man einen beliebigen Lick in angemessenen Tempi spielen können sollte. Für 16-tel-orientierte Licks wäre ein Tempo zwischen 60 und 130 ( entsprechend für 8-tel-orientierte 120- 260) angemessen, für ternäre 8-tel-triolische Licks ein Tempo zwischen 80 und 160. Mag natürlich immer mal sein, dass ein Lick so unhandlich ist, dass das nicht möglich ist. Das kann natürlich vorkommen.

So wie ich die „molligen“ Licks ausschließlich im ternären Groove gelistet habe, werden die „durigen“ Licks ausschließlich binär gelistet.

Diese bestehen fast alle aus einer Kombination von „durigen“ und „molligen“ Anteilen und sind wegen ihrer Umsetzung als 16-tel-Linien relativ lang. Natürlich kann und sollte man imstande sein diese „langen“ Licks wiederum in kleinere Segmente zu untergliedern.

Appendix B zeigt zunächst je 5 Licks für Dominant-Sept- und Major-Sept-Akkorde in jeder der 5 gängigen Lagen. Groove: Funk/Latin/DnB

  • II./III. Lage: Blatt 1 2 Midi  (am besten Datei “speichern unter...)
  • IV./V. Lage: Blatt 1 2 Midi
  • VII./VIII. Lage: Blatt 1 2 Midi
  • IX./X. Lage: Blatt 1 2 Midi
  • XII./XIII. Lage: Blatt 1 2 Midi

Zu allen Lagenbeispielen von Appendix A ( 5 x 10 Licks ) und B ( 5 x 5 Licks) gibt es zu jeder Lage jeweils eine Midi-Datei, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die jeweiligen Licks klingen.

Es sei noch zu bedenken, dass ein solcher Workshop nicht alle fragen beantworten kann. Sollten Fragen auftauchen kann man mich gerne über meine website kontakten: www.rogebhardt.com

Viel Spaß und Erfolg
wünscht Ro Gebhard
www.rogebhardt.com

 

Und hier einige Presseschnippsel zu Ro:

„faszinierte in der tat mit Ungewöhnlichem“ Frankfurter Rundschau

„Ausnahmemusiker in hinreißendem Dialog“ Seenland Schau

„Alleine für die Zugabe hatte sich das Kommen gelohnt“ Festival Vaihingen

„Spielen mit dem Publikum“ Festival Arnstadt

„Der kreative Gitarrenzauberer“ Rheinpfalz

„Gitarrenakrobatik“ SZ

„Zeigte sich von seiner Schokoladenseite“ Festival St.Ingbert

„Verliebt in jede Kleinigkeit“ Rheinpfalz

„Ausufernde Spielfreude und grossartige Dynamik“ Euroclassic Festival

„Ro Gebhardt and Band punkten in Berlin“ Jazz in den Ministergärten Festival

„Ein Abend, der das Publikum in Atem hielt“ Rheinpfalz

„Virtuosität und Ideenvielfalt“ Presse Villingen

„Eine tolle Ausstrahlung“ Sonneberg Festival

„Kunstvolles Spiel auf solidem Fundament“ Festival Mainz

„Der Meister verblüfft seine Schüler“ Festival Aalen

„Grandioses Feeling und grosse Stilvielfalt“ Festival Fulda

„Ein exzellenter, hochsympathischer Gitarrist. Ein grosser Musikant“ Jazzpodium

 

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