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How to practise licks & patterns by Ro Gebhardt
Finalist beim Concours de Jazz de la Défense, Paris. Gast-Dozent an verschiedensten Institutionen: Hochschule für Musik und darstellende Kunst Nürnberg, Jazz & Rockschule Freiburg, Hochschule für Musik und darst. Kunst Köln, Hochschule für Musik und darstellende Kunst Saarbrücken, Johannes-Gutenberg Universität Mainz/ Abteilung Musik, Jazz-Workshop Cottbus, Sulzbacher Jazz-Workshop, Trierer Jazz- Workshop, saarländischer Jazz- Workout, Kaiserslauterner Big-Band-Meeting, Aalener Jazzfest, Harbor Conservatory for the Performing Arts/NYC, Musikhochschule „ Franz Liszt“ Weimar, Universität des Saarlandes/ Collegium Musicale, etc. Folgende Punkte sollten beim Üben streng beachtet werden: Besonders zu Beginn einer Übung sollte der theoretische Kontext der Patterns geklärt sein. Insofern ist es sinnvoll, die Töne, die man spielt, laut mitzusagen. Nicht zuletzt, um sein Instrument kennen zu lernen. Ab einem gewissen Stadium ist es eh’ unumgänglich, in Tönen zu denken und nicht nur in Griffbildern. Es sollte klar sein, welches Arpeggio oder welcher Tonleiterausschnitt gerade gespielt wird. Auch die Funktion der Töne bezüglich des darunter liegenden Akkordes sollte klar sein.
Die Licks sollten sowohl in ternären, phrasierten Grooves (also Swing-8`und Shuffle 8`s) geübt werden, als auch in binären Grooves (straight 8`s). Will heißen Funk, Latin, Soul etc. Bezüglich dieses Kontextes kann man davon ausgehen, dass es für Musiker unserer Generation eher ein Problem ist, zu swingen als binär zu grooven. Das ist oft schon eine Folge von Hörgewohnheiten. Meist ist man von Musik umgeben, egal ob im Radio, TV oder Fahrstuhl, die binär gespielt ist. Zu diesem Thema ist es besonders wichtig, sich Musiker und Musik anzuhören, die swingen. Eine mögliche Übung, das Gefühl für ternäre Grooves zu fördern und zu verbessern sind: a) Linien mit akzentuierten Off`s zu üben. Will heißen, dass wir die leichten Taktzeiten betonen. b) Das Metronom auf die jeweils 3. Triole schlagen lassen. Dies macht insofern Sinn, da man bei bestimmten Tempi phrasierte Achtel als folgende Figur wahrnimmt:
Genau genommen ändert sich diese Art und Weise phrasierte Achtel zu spielen mit jeder Änderung des Tempos. Je schneller ein Tempo wird, desto mehr nähern sich die Achtel binär gespielten Achteln an. Auch gibt es Untersuchungen, dass selbst bei gleichen Tempi Jazz-Musiker unterschiedlich phrasieren. Somit ist die Art, ternär zu spielen vom jeweiligen Individuum abhängig. Die folgende Metronom-Übung hilft erheblich ein Gefühl für triolische Grooves zu bekommen. Im Grunde genommen handelt es sich um einen 12/8-Takt wobei die jeweils ersten beiden Achtel zusammengefasst werden. Das Metronom schlägt auf die jeweils 3.Achteltriole.
Für Fortgeschrittene ist es auch zu empfehlen das Metronom auf die 2. Triole schlagen zu lassen.
Diese Übungen funktionieren allerdings nur bei relativ langsamen Tempi (bis etwa ¼= 100). Ab einer gewissen Grenze ist es nicht mehr sinnvoll und möglich ein Metronomschlag als 2. oder 3.Triole wahrzunehmen. Dann sollte man versuchen das Metronom auf die 2+4 eines 4/4-Taktes schlagen zu lassen. Bei einem ¾-Takt alle 2 Schläge. Also jeweils auf 1+3 und im nächsten Takt auf die 2. Das mag am Anfang etwas ungewöhnlich sein. Ein Metronom auf 2+4 nimmt man allerdings eher als die Backbeat-Snare eines Drum-Grooves oder als Schnippen mit dem Daumen wahr. Folge ist, dass man wesentlich besser groovt. Höre dazu Midi 4) Für den Fortgeschrittenen ist es sogar sinnvoll, das Metronom nur auf 2 oder 4 schlagen zu lassen. Dadurch, dass ein relativ langer Zeitraum verstreicht, bis der nächste Schlag kommt, ist man dadurch gezwungen ein sehr konkretes Gefühl für das Tempo einer Übung zu bekommen. Nicht zuletzt ist bei Drummern insbesondere bei sehr schnellen Swing-Grooves üblich, die Rimshot nur auf 2 oder 4 zu setzen. Ein Drum-Pattern, das man gerne bei zu wenig Übung oder bei zu wenig Auseinandersetzung mit der Problematik Uptempi umdreht, will heissen man verschiebt die 2 oder 4 auf 1 oder 3. Höre dazu Midi 5) Metronom auf 2 Und Midi 6) Metronom auf 4 Man sollte im Stande sein an verschiedenen Punkten Akzente zu setzen. Geschmackvolle Akzentuierung sind ein sehr förderliches Mittel Sololinien Leben und Gefühl einzuhauchen.
Außerdem sehr wichtig: - Jede Übung sollte solange geübt werden, bis sie rein klanglich mit einem guten Sound ausgestattet ist. - Jede Übung sollte so legato wie möglich geübt werden - Jede Übung sollte in verschiedenen dynamischen Bereichen geübt werden. Erst wenn man imstande ist eine Übung von pp bis ff zu spielen hat man sie technisch im Griff. Dies ist natürlich auch stark abhängig von der Lage und dem Tempo einer Übung. Hörbeispiel 5 - Jede Übung sollte in jedem möglichen Tempo geübt werden. Von very slow bis extremly fast - Jede Übung sollte so akkurat wie möglich geübt werden. Es macht keinen Sinn Fehler zu üben. Das Tempo einer Übung sollte man in jedem Fall so ansetzen, dass die Übung gut klingt und man sich komfortabel fühlt. Erst von diesem Plateau aus sollte man das Tempo der Übung steigern. - Jede Übung sollte in allen möglichen Lagen und in einer bestimmten Lage in den jeweils möglichen Oktaven geübt werden. Immer unter Verwendung des einfachsten möglichen Fingersatzes:
- Jeder Lick sollte ab einer gewissen Fertigkeit in Kombination mit bereits beherrschtem Material geübt werden. Man erstellt sich zu diesem Zweck ein Playback oder trifft sich mit einem Kollegen. Im ersten Takt spielt man den zu übenden Lick im 2. Takt füllt man mit Material, das man schon kennt. Dabei kann es sich um Blues-Tonleiter- oder Kirchtonleitermaterial handeln. Tonleitersequenzen oder aber natürlich auch um andere Licks. Der Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt. Jedenfalls ist diese Art von Üben sehr praxisorientiert und führt dazu, dass man eine sehr lebendige Wahrnehmung für die einzelnen Licks bekommt. Es findet eine Integration der neuen Licks in das ältere, bereits bekannte Material statt. Höre dazu Midi 9) - Jeder Lick sollte auch auf verschiedene Taktzeiten begonnen werden können. Man nennt dies Rhythmic Displacement.
Auch dieses Displacement sollte in oben genannter Form geübt werden. Abschließend: So wie ein guter Schachspieler sein Brett nicht braucht, um sich Züge in einem Spiel vorzustellen, sollte man auch als Instrumentalist oder Komponist versuchen im Laufe der Zeit eine imaginäre Vorstellung von seinem Instrument zu bekommen. Es sollte möglich sein, im Kopf zu üben. Besonders in Zeiten, in denen man hoffentlich viel auf Tournee ist. Auch ist es besonders für die Bildung des Gehörs von Vorteil, wenn man im Stande ist, die Linien zu singen. Besonders in diesem Kontext ist es wichtig, nicht entmutigt zu sein, wenn es eine Weile dauert, bis man dazu imstande ist. Viel Spaß und Erfolg
Und hier einige Presseschnippsel zu Ro: „faszinierte in der tat mit Ungewöhnlichem“ Frankfurter Rundschau „Ausnahmemusiker in hinreißendem Dialog“ Seenland Schau „Alleine für die Zugabe hatte sich das Kommen gelohnt“ Festival Vaihingen „Spielen mit dem Publikum“ Festival Arnstadt „Der kreative Gitarrenzauberer“ Rheinpfalz „Gitarrenakrobatik“ SZ „Zeigte sich von seiner Schokoladenseite“ Festival St.Ingbert „Verliebt in jede Kleinigkeit“ Rheinpfalz „Ausufernde Spielfreude und grossartige Dynamik“ Euroclassic Festival „Ro Gebhardt and Band punkten in Berlin“ Jazz in den Ministergärten Festival „Ein Abend, der das Publikum in Atem hielt“ Rheinpfalz „Virtuosität und Ideenvielfalt“ Presse Villingen „Eine tolle Ausstrahlung“ Sonneberg Festival „Kunstvolles Spiel auf solidem Fundament“ Festival Mainz „Der Meister verblüfft seine Schüler“ Festival Aalen „Grandioses Feeling und grosse Stilvielfalt“ Festival Fulda „Ein exzellenter, hochsympathischer Gitarrist. Ein grosser Musikant“ Jazzpodium
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