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Archtop-Germany Pickups |
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Für Archtop-Gitarren kommen drei verschiedene Pickup-Systeme in Frage: 1. Sogenannte Floating Pickups, die am Hals oder am Schlagbrett befestigt werden Diese Pickups werden nahezu ausschließlich auf akustischen Archtops zur nachträglichen Elektrifizierung montiert. Viele dieser Gitarren werden auch ab Werk bereits mit diesen Pickups ausgerüstet. Dadurch wird der akustische Ton der Gitarre nicht beeinträchtigt, sondern voll erhalten. Befestigt werden sie am Ende des Halses oder am Schlagbrett. In der Regel wird ein Volumenregler im Schlagbrett zur Regelung montiert. Technisch gesehen, entsprechen diese Pickups den “normalen” Pickps, sie sind notwendigerweise jedoch dünner, kleiner und leichter konstruiert. Hier nun einige Hersteller, beginnend mit den Deutschen:
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Der AER ist dem nahezu unbezahlbaren Mini-floating Humbucker “Johnny Smith” von Gibson nachempfunden. Er hat wunderbar warme Mitten, ein deutliches Klangbild und hat bei einem Vergleichstest gezeigt, dass er dem Original von allen vergleichbaren Produkten am nächsten kommt.
Der PU soll einen transparenten, offenen akustischen Charakter besitzen, der die Eigenschaften der Gitarre exakt wiedergibt. Auch der spielerische Input wird exakt reproduziert. Er reagiert feinfühlig auf Position und Dynamik des Anschlags. Genutzt wird er u.a. von Martin Taylor und Tuck Andress. (ca. 199.- EUR).
Dommenget Jazzbucker
Häussel Flat Jazz
Einzel-Tonabnehmer, Metallausführung, hochglanzverchromt, Montage am Griffbett, besonders flache Ausführung. Shadow SH AZ48
Ein Mini-Humbucker für die Montage auf traditionellen akustischen Archtops. Ein gut klingender Jazzpickup zur Befestigung am Hals oder am Schlagbrett. Der PU steht in der Tradition von Gibsons “Johnny Smith” Humbucker. Der Kent Armstrong wird von vielen Gitarrenbauern serienmäßig verwendet: z.B. Stefan Sonntag und Tobias Pöhling. Auch in schwarz und gold lieferbar. Armstrong Alnico Single Coil
Armstrong adjustable PAF
Armstrong Smoothe Top
Bartolini Jazz Pickup
Benedetto S-6 The Signature Jazz Guitar Pickup.
Fralin “JazzBlues”
Gibson Johnny Smith
D´Armond
zu 2. Pickups zur Deckenmontage Diese PUs werden, wie der Name schon sagt, in die Decke der Archtop montiert. Da hierbei die Decke durch Aussägung “geschädigt” wird, ist wegen der Stabilität eine stärkere Dicke der Decke erforderlich. Durch das dickere Holz und die Unterbrechung des Klangkörpers ist die Archtop rein akustisch erheblich schwächer. Dies hat allerdings kaum einen Einfluss auf das elektrische Klangverhalten. Eine akustische Archtop ist allerdings etwas feiner nuanciert. Die elektrische Archtop hat ganz klar ihre Vorteile im Bühnenbereich, wo mitunter größere Lautstärken entstehen, die eine akustische Archtop mit erheblichen Feedback-Problemen konfrontieren würden. Folgerichtig ist die elektrische Archtop das meistgespielte Modell. Natürlich kommen hier in erster Linie auch alle PAF-Typen in Frage. Gerade in Deutschland hat sich bei der Interpretation dieses PUs einiges getan: 2 deutsche Hersteller wurden bei einem PAF-Test von Gitarre&Bass Testsieger gegen die gesamte internationale Konkurrenz (G&B 2/2005). Da jeder Hersteller von PUs einen PAF-Typus anbietet, gehe ich nur bei den deutschen Herstellern auf die PAFs ein. Ansonsten werde ich mich auf speziell für Jazz-Sound entwickelte PUs beschränken.
Von Hand gewickelter PAF-Style PU, der dem alten original autentisch sehr nahe kommt. Einer der beiden Testsieger in G&B. (ca. 200,00 EUR)
12 High Gain Alnico-Rundmagnete, 8,5 mm dick, im polierten Ebenholzgehäuse, andere Hölzer nach Wahl. Hier die Version für "normale" Humbuckerfräsung im Ebonygehäuse. Auch als “Floating PU” erhältlich: Das Gehäuse ist abgeschirmt. Auf Wunsch mit eingraviertem Logo! Häussel Vintage Humbucker
Häussel P 90
Kloppmann 58 / 59
Schaller Golden 50 Super
Dieser PU ist die “Einbau-Variante des “floating” S-6. Sein Klangverhalten ist gleich. Benedetto A-6
Natürlich hat Benedetto auch einen PAF-Style im Programm.
Fralin “JazzBlues”
CC-Pickups bieten einen Nachbau des legendären Charlie-Christian PUs an. Leider liegen mir keinerlei Erfahrungswerte vor.
zu 3. Pickups im Steg der Archtop Die Pickups, zumeist Piezos, haben im Bereich der Archtops einen schweren Stand, weil sie kaum die Wärme wiedergeben können, die eine solche Gitarre produzieren kann. Sie stehen unter dem Ruf, einen spitzen, kühlen Ton zu erzeugen. Allerdings kommen manche Spieler auf die Idee, dass der Piezo-PU eine Ergänzung bieten könnte. Dies hat sich meiner Meinung nach nur bei den Archtop-Spielern bewährt, die ungeschliffene Saiten spielen. Round-Wounds und Half-Rounds bieten den Piezos nicht genug Obertöne, um einen wirklich angenehmen akustischen Sound zu erzeugen. Unbenommen soll er aber auf jeden Fall eine Bereicherung des Klangbildes sein. Yamaha hat seiner Zeit eine Archtop (AX1500) herausgebracht, die werkseitig mit einem Humbucker und einem Piezo-Steg-PU ausgestattet war. Der Ton des Piezo konnte der Gitarre zugemischt werden. Leider war dies, bei Verwendung von Flat- oder Half-Rounds, nicht sehr überzeugend. Der Archtop- und Kontrabassbauer Tobias Pöhling hat einen neuen Pickup für den Stegeinbau entwickelt, dessen Ergebnis besser sein soll.
Ein neuer Klang für Archtop Gitarren, der akustische Klang nur lauter. Ohne große Umbauarbeiten kann dieser neue Tonabnehmer ganz unauffällig eingebaut werden. Das Element selbst ist gerade mal 5mm hoch und ca 8mm im Durchmesser, es wird in den Stegfuss eingebaut. Das Signal kann dann mittels einer aktiven Mischelektronik mit dem Signal vom magnetischen Tonabnehmer gemischt werden. Mehr Info bei Tobias Pöhling. Siehe auch Testbericht hier.
Dieser Transducer-Steg wurde speziell für Gitarren mit gewölbter Decke entwickelt. Es besteht aus mehreren Schwingungsabtastelementen, welche in einem vollständig verstellbaren Steg eingebettet sind. Im Gegensatz zu magnetischen Typen liefert dieses Pick-up eine getreuere Reproduktion des natürlichen Klanges der Gitarre.Zur Montage des Steges oder des Ausgangs sind keine Löcher oder Abänderungen nötig. Schatten Design Pickup, Modell AT-02
Dieser Tonabnehmer wurde für den Einsatz über einen Akustikverstärkers entwickelt, und liefert auch ohne einen externen Preamp eine hervorragende Übertragung. Keine Modifikationen am Instrument notwending, passend als Ersatz für 'Standard' Brücken, schnelle und einfache Installation, wird inkl. allem benötigten Installationszubehör geliefert. Mehr Info: www.schattendesign.eu
Hier sind einige, mir zugesandte Meinungen zu den PU´s veröffentlicht...
Abschließend der informative Tenor einer E-Mail von “Gitarren-Elektronik-Pabst” Helmuth Lemme: “Ein Pickup "klingt" nicht. Sondern er kann nur das Klangmaterial wiedergeben, was er von Korpus und Saiten geliefert bekommt. Das verfärbt er dann - jeder Typ in eigener Weise. Man könnte auch verfärbungsfreie bauen, aber die kommen bei den Musikern erfahrungsgemäß gar nicht so gut an. Die Charakteristik von elektromagnetischen Pickup ist keineswegs starr festgelegt, sondern kann mit einfachen Mitteln zurechtgetrimmt werden. (Das mögen die Hersteller natürlich gar nicht gerne hören!)” Helmuth Lemme beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema und gilt als die Koryphäe auf dem Gebiet. Seine Homepage: www.gitarrenelektronik.de |
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